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Magen-Darm bei Kindern: viele mögliche Ursachen

Wenn dein Kind an Durchfall und Erbrechen leidet, kann das ganz unterschiedliche Ursachen haben: eine Magen-Darm-Infektion, eine Lebensmittelvergiftung wie z.B. eine Salmonellose oder auch eine Nahrungsmittelallergie oder -unverträglichkeit. Bei einer akuten Magen-Darm-Infektion, bedingt durch Viren oder Bakterien, leiden die Kinder vor allem unter Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall. Manchmal kommt noch Fieber hinzu.

Durchfall tritt häufig auch als Begleiterscheinung während einer Therapie mit Antibiotika auf oder als Symptom einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa).

Des Weiteren werden unsere Verdauungsprozesse auch durch seelische Belastungen beeinflusst, so kann Durchfall auch im Rahmen von Ängsten und Prüfungssituationen auftreten.

Mit Durchfall und Erbrechen versucht der Körper „Unverdauliches“ wie z.B. die eingedrungenen Krankheitserreger auszuscheiden und sich so selbst zu heilen. Der dabei entstehende Verlust an Flüssigkeit und Mineralsalzen muss wieder ausgeglichen werden.

Und wenn dein Baby spuckt?

Das ist bei Säuglingen bzw. Stillkindern zunächst nicht ungewöhnlich, solange sich das Gewicht normal entwickelt. Heftiges Erbrechen und vor allem Durchfall bei Babys sollte jedoch immer zeitnah von einem Arzt abgeklärt werden.

Was sagt dein Gefühl?

Wann zur Ärztin / zum Arzt? Diese Frage lässt sich nicht nur anhand von Symptomen beantworten.

Entscheidend ist auch, was dein Bauchgefühl sagt.

Du kennst dich bzw. dein Kind schließlich am besten. Deshalb solltest du zur Ärztin / zum Arzt gehen, wann immer du dich unsicher fühlst.

Wann zur Ärztin / zum Arzt, wenn dein Kind Durchfall hat oder erbricht?

  • Bei Säuglingen unter 6 Monaten
  • Bei ausgeprägtem Flüssigkeitsverlust (Gefahr einer Dehydrierung) – mit verminderter Urinausscheidung, Kreislaufschwäche, schlechtem Allgemeinzustand
  • Bei Fieber, schwerem Krankheitsgefühl bzw. deutlich beeinträchtigtem Allgemeinzustand oder starken Schmerzen
  • Bei Verdacht auf eine Lebensmittelvergiftung
  • Bei blutigem Durchfall und/oder wenn Durchfälle nach einer Fernreise auftreten
  • Bei heftigen Bauchschmerzen, v.a. um rechten Unterbauch, da diese auf eine Blindarmentzündung hinweisen können
  • Wenn das Erbrechen länger als 24 Stunden bzw. der Durchfall (bei älteren Kindern) länger als 3 Tage andauert und dein Kind an Gewicht verliert
  • Falls das Erbrechen bei deinem Kind andere Ursachen hat, die nicht mit der Verdauung zusammenhängen, zum Beispiel, wenn dein Kind auf den Kopf gestürzt ist
  • Bei unklaren Beschwerden

Was hilft deinem Kind bei Durchfall und Erbrechen?

In unseren Tipps zum Thema Durchfall, Erbrechen und Übelkeit bei Kindern findest du medizinische, pflegerische und hebammenkundliche Aspekte gebündelt. Sie reichen von Arzneimitteltipps über äußere Anwendungen bis hin zu bewährten Hausmitteln.

Grundsätzlich gilt: Die hier genannten Ratschläge bieten keine Grundlage zur medizinischen Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung. Sie können einen Besuch bei einer Ärztin / einem Arzt nicht ersetzen.

1
Flüssigkeit

Ein Kind, das anhaltend Durchfall hat oder erbricht, verliert Salze und Flüssigkeit. Beides solltest du so gut es geht ersetzen, bitte lass dich dazu in deiner Apotheke beraten.

Säfte und Milch sind für Kinder jetzt vorerst tabu.

Dein Baby solltest du unbedingt weiter stillen oder das Fläschchen geben und ihm evtl. danach zusätzlich verdünnten Tee anbieten um einen Flüssigkeitsmangel zu vermeiden.

Älteren Kindern kann zusätzlich Tee und eine Gemüsebrühe angeboten werden.

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Schonkost

Mach dir keine Sorgen, wenn dein Kind während eines Magen-Darm-Infekts gerade nichts oder nur wenig essen mag und unter Appetitlosigkeit leidet. Es wird nach ausgestandener Krankheit umso mehr Appetit haben. Grundsätzlich gilt es denn Magen-Darm-Trakt nicht zu überfordern und vorerst nichts Fettes, nichts Süßes, keine Fruchtsäfte und keine Milch zu sich zu nehmen. Kehre behutsam zu einer normalen Ernährung zurück.

Einen guten Anfang machst du mit Reisschleim, weich gekochten Kartoffeln oder einer Karottensuppe. Darauf können pürierter frischer Apfel, Zwieback und etwas Joghurt statt Milch folgen. Vielleicht kannst du deinem Kind die Schonkostzeit mit einem besonders schön dekorierten Tisch oder Tablett versüßen. Anleitungen für zwei leicht zu kochende und leicht zu verdauende Suppen findest du in unserer Rubrik „Gesunde Rezepte“.

Generell gut verträgliche Nahrungsmittel

  • Gemüse (z.B. Karotten, Fenchel, ohne Fett zubereitet)
  • Reis, Kartoffeln (z.B. als Püree, aber ohne Milch und Butter), Nudeln
  • Zwieback, Brezeln, Knäckebrot
  • Geriebener Apfel (die darin enthaltenen Pektine quellen im Darm, nehmen Flüssigkeit auf und verdicken dadurch den Stuhl bei Durchfall)
  • Banane
  • Brühe
  • Tee eignet sich für den Ausgleich des Flüssigkeitsverlusts

Diese Nahrungsmittel nach Magen-Darm-Infekten vorerst meiden:

  • Fettreiche Speisen (z.B. Kartoffelpuffer, Fischstäbchen, Croissants)
  • Milch, Quark, Käse
  • Stark zuckerhaltige Getränke (Säfte, Softdrinks)
  • Süßigkeiten
  • Steinobst
  • Gemüserohkost

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Verdauungshelden: Gentiana Magen Globuli velati WALA*

Bei Übelkeit und Erbrechen als Folge von schwerverdaulicher Nahrung können Gentiana Magen Globuli velati WALA* helfen: Die in den Globuli velati enthaltene potenzierte Brechnuss lindert Übelkeit und unterstützt die Bittermittel Gelber Enzian und Wermut in ihrer verdauungsfördernden Wirkung.

* Pflichtangaben

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*Pflichtangaben

Gentiana Magen Globuli velati WALA

Anwendungsgebiete gemäß der anthroposophischen Menschen- und Naturerkenntnis. Dazu gehören: Harmonisierung der Organfunktionen bei Verdauungsstörungen im Magen-Darm-Trakt wie Verdauungsschwäche, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen.

Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.

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