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Was hilft gegen Regelschmerzen bei Mädchen

In der Pubertät lernen sich Mädchen neu kennen. Im Alter von durchschnittlich 13 Jahren kommt es zur ersten Regelblutung, der sogenannten Menarche. In den ersten ein bis drei Jahren danach ist der monatliche Zyklus noch nicht eingespielt und die Periode noch unregelmäßig. Die erstmals einsetzende Regelblutung ist eines der sichtbaren Zeichen für den tiefgreifenden Wandel, der sich körperlich und auch seelisch erleben lässt. Ein Mädchen wird langsam zur Frau.

Je besser es einem Mädchen gelingt, sich in der neuen Lebensphase einzurichten, desto leichter fällt der Umgang mit dem monatlichen Zyklus. Gut für sich zu sorgen – dieses Lebensthema steht in der Pubertät zum ersten Mal deutlich im Raum. Für junge Frauen ist es eine Einladung, innerlich zu wachsen.

Warum hat man Regelschmerzen überhaupt?

In jedem Zyklus baut sich die Gebärmutterschleimhaut auf, damit sich gegebenenfalls eine befruchtete Eizelle einnisten kann. Bleiben die Befruchtung und das Einnisten aus, baut sich die Schleimhaut wieder ab und blutet während der Periode ab.

Dabei können Regelschmerzen bedingt durch die Freisetzung von Gewebshormonen (Prostaglandine) sowie das Zusammenziehen der glatten Muskulatur der Gebärmutter auftreten. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um sogenannte primäre Regelschmerzen, welche ohne organische Ursache oder Grunderkrankung auftreten. Sind die Schmerzen hingegen bedingt durch eine Abflussstörung oder Grunderkrankung, wie z.B. Endometriose, spricht man von sekundären Regelschmerzen.

Manche Mädchen und Frauen klagen vor oder während der Periode auch über Kopfschmerzen, Übelkeit oder unreine Haut. Viele fühlen sich während der Menstruation besonders verletzlich. Sich jetzt gut um sich selbst zu kümmern, hilft auf körperlicher und seelischer Ebene.

Was sagt dein Gefühl?

Wann zum Arzt / zur Ärztin? Diese Frage lässt sich nicht nur anhand von Symptomen beantworten.

Entscheidend ist auch, was dein Bauchgefühl sagt.

Du kennst dich bzw. dein Kind schließlich am besten. Deshalb solltest du ärztlichen Rat einholen, wann immer du dich unsicher fühlst.

Wann zum Arzt / zur Ärztin bei Regelschmerzen? 

  • Bei anhaltenden, starken Beschwerden wie starken Schmerzen und Krämpfen
  • Wenn (krampfartige) Bauchschmerzen oder Schmierblutungen auch außerhalb der Regel auftreten
  • Bei starkem Blutverlust oder begleitendem starken Durchfall
  • Bei unklaren Beschwerden

Was hilft jungen Mädchen gegen Regelschmerzen?

In unseren Tipps gegen Regelschmerzen bei Mädchen findest du medizinische und pflegerische Aspekte gebündelt. Sie reichen von Arzneimitteltipps über äußere Anwendungen bis hin zu bewährten Hausmitteln.

Grundsätzlich gilt: Die hier genannten Ratschläge bieten keine Grundlage zur medizinischen Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung. Sie können einen Arztbesuch nicht ersetzen.

1
Wärme

Eine kuschelige Decke oder eine Wärmflasche auf dem Bauch bzw. in der Nierengegend wirken in den meisten Fällen wohltuend. Gleichzeitig vermitteln sie: Gönn dir einen Moment Pause. Auch ein warmes Bad hilft, die Schmerzen im Unterleib zu lindern.

2
Eine Auflage mit Kupfer Salbe Rot*

Eine kleine Pause lässt sich gut mit einer Auflage gegen Bauchkrämpfe kombinieren, um die Regelschmerzen zu lindern. Hier empfiehlt sich unsere Kupfer Salbe Rot*. Die Salbe bildet eine sanfte Wärmehülle und löst Verkrampfungen im Bauchbereich.

  • Die Salbe messerrückendick auf ein Stofftaschentuch oder ein ähnlich großes Stück Stoff aus Baumwolle oder Seide träufeln
  • Dieses so genannte Substanztuch in eine kleine Plastiktüte (lebensmittelecht) stecken und für ca. 2 Minuten in einer zusammengeklappten Wärmflasche (oder zwischen zwei Wärmflaschen) vorwärmen
  • Aus der Tüte nehmen und auf den Unterleib legen
  • Ein Stück Stoff aus Wolle als Wärmespender und Schutz für die Kleidung auf das Substanztuch legen und mit der Unterwäsche fixieren
  • Die Auflage kann den ganzen Tag/die ganze Nacht über getragen werden

*Pflichtangaben

3
Entspannung und Bewegung

Etwas mehr Ruhe und vor allem weniger Stress in den normalen Alltag einzubauen, wirken sich positiv auf Regelschmerzen aus. Besser als nur im Bett zu liegen ist aber sanfte, regelmäßige Bewegung: Eine Runde mit dem Hund oder ein Spaziergang zur Freundin fördern die Durchblutung und somit das Ablösen der Gebärmutterschleimhaut. Auch körperliche Aktivitäten wie Yoga oder Thai Chi tun jetzt gut, weil sie Körper und Geist zugleich entspannen.

4
Schonzeiten einplanen

Wenn die Regel halbwegs regelmäßig kommt, dann lassen sich Schonzeiten einplanen. Ein Periodenkalender hilft dabei. Es muss ja nicht sein, ausgerechnet während der Menstruation das Zimmer zu renovieren oder mit den Mädels zelten zu gehen.

5
Nicotiana comp., Globuli velati*

Bei Bauchkrämpfen haben sich Kamille und Tabak bewährt. Die Nicotiana comp., Globuli velati* mit potenzierten Zubereitungen beider Heilpflanzen wirken harmonisierend auf die glatte Muskulatur und lindern so Krampfzustände der Gebärmutter und des Magen-Darm-Trakts.

*Pflichtangaben

6
Ein bisschen anders essen

Viele Mädchen hören es wahrscheinlich nicht gern: Milchkaffee – wie überhaupt Milchprodukte und koffeinhaltige Getränke – können Regelschmerzen verstärken. Weniger Süßes zu essen, hilft leider ebenfalls. Aber: Darf es statt Schokopudding vielleicht ein Mangosorbet sein?

Während der Menstruation tut eine leichte basische Ernährung gut. Auch magnesiumreiche Lebensmittel wie Mandeln, Sonnenblumen- und Kürbiskerne, sowie Leinsamen, Hafer, Kidneybohnen, Linsen, Erbsen und Vollkornprodukte können gerne vermehrt in den Speiseplan aufgenommen werden. Denn Magnesium wirkt ebenfalls entspannend auf die glatte Muskulatur.

Den meisten Mädchen und Frauen, die generell ausgewogen und vollwertig essen und die sich bereits an weniger Zucker und weniger tierisches Eiweiß gewöhnt haben, fällt eine menstruationsgerechte, ausgewogene Ernährung wahrscheinlich ziemlich leicht.

7
Welcher Tee hilft bei Regelschmerzen?

Deine Apotheke berät dich sicher gerne zu Teemischungen, die entkrampfen und entspannen. In unserer Rubrik „gesunde Rezepte“ findest du ebenfalls eine Teekur zur Linderung von Regelschmerzen.

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