Zahnwechsel beim Kind: vom Milchzahn zum bleibenden Gebiss
Die Phase des Zahnwechsels zeigt einen großen Entwicklungsschritt an. Denn wenn die ersten Milchzähne wackeln, beginnt bei den meisten Kindern die Schulzeit mit all ihren Herausforderungen. Es geht um Selbständigkeit, neue Rollen, unbekannte Themen – also um viel mehr als nur den Zahnwechsel beim Kind.
Auch später sind Veränderungen im Gebiss in verschiedene Phasen aufgeteilt und eng verknüpft mit dem Übergang in neue Lebensabschnitte: Wenn die bleibenden Eckzähne kommen, überschreiten Kinder den so genannten Rubikon. Und mit Hervortreten der hinteren, bleibenden Backenzähne macht sich die Pubertät bemerkbar.
Deshalb ist es kein Wunder, dass sich dein Kind in zahnaktiven Zeiten auch seelisch angegriffen zeigt und deine Zuwendung genießt.
Gut zu wissen:
Milchzähne haben einen geringeren Mineralstoffgehalt als bleibende Zähne. Außerdem ist der Zahnschmelz der bleibenden Zähne doppelt so dick. Deshalb sind Milchzähne anfälliger für Karies und sollten besonders gut geputzt werden.
Zusätzlich sollten die Zähne regelmäßig im Rahmen eines Besuchs bei der Zahnärztin / beim Zahnarzt kontrolliert werden, so dass Karies oder Mineralisationsstörungen rechtzeitig bemerkt werden.
Das Gebiss vor und nach dem Zahnwechsel beim Kind
Vor dem Zahnwechsel besteht ein komplettes Kindergebiss aus 20 Milchzähnen. Es dauert in der Regel drei Jahre, bis alle Milchzähne sichtbar sind.
Fallen die Milchzähne heraus, findet nach und nach die Umstellung auf das Erwachsenengebiss statt, indem die bleibenden Zähne durchbrechen.
Mindestens 28 Zähne sind im Kiefer als bleibende Zähne angelegt. Sie sind mit etwa 15 Jahren komplett hervorgetreten und als bleibende Zähne zu sehen plus maximal 4 Weisheitszähne: Diese zeigen sich sogar erst im Erwachsenenalter.
Zähne putzen lernen
Fragen an Dr. Evelyn Beyer, ganzheitliche Zahnmedizinerin
Frau Beyer, ab wann können Kinder eigentlich ihre Zähne putzen?
„Ich sage meinen Patientinnen und Patienten immer: sobald das Kind die Schreibschrift beherrscht. Denn dann ist die Feinmotorik so weit ausgeprägt, dass der Zahn mit all seinen Flächen geputzt wird. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass die Kinder das Zähneputzen als Bewegung nur nachahmen. Sie reiben dann mit der Zahnbürste an ein und derselben Stelle, bis Vater oder Mutter sagen, dass jetzt auch die andere Seite dran ist. Geputzt werden die Zähne so nicht. Die Eltern müssen dann auf jeden Fall nachputzen.“
Zahnwechsel beim Kind – was hilft?
In unseren Tipps zum Thema Zahnwechsel bei Kindern findest du pflegerische und medizinische Aspekte gebündelt. Sie reichen von bewährten Hausmitteln, über äußere Anwendungen bis hin zu Arzneimittelempfehlungen.
Grundsätzlich gilt: Die hier genannten Ratschläge bieten keine Grundlage zur medizinischen Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung. Sie können einen Besuch bei einer Ärztin / einem Arzt nicht ersetzen.
1
Verständnis und Begleitung
Versuche Stimmungsschwankungen deines Kindes in der Zeit des Zahnwechsels gelassen zu nehmen. Die Zeit der Wackelzähne ist auch eine Zeit der Gefühlsschwankungen, da ein neuer Lebensabschnitt beginnt.
Beobachte die Bedürfnisse deines Kindes aufmerksam und versuche darauf einzugehen.
Gemeinsame Rituale z. B. am Abend und genug Raum für Bewegung können euch die Phasen des Zahnwechsels erleichtern.
2
Mundbalsam WALA*
Das Gel mit seinem erfrischenden Geschmack lindert schmerzhafte Reizungen und Rötungen der Mundschleimhaut – wie auch Druckstellen einer Zahnspange. Geeignet für Kinder ab 2 Jahren.
3
Milchzähne sammeln
Um den Zahnwechsel deines Kindes spielerisch zu begleiten, könnt ihr die ausgefallenen Milchzähne in einer schönen Dose sammeln. In manchen Familien werden die Zähne abends für die Zahnfee unter das Kopfkissen gelegt, wo sich am nächsten Morgen zuverlässig eine kleine Überraschung findet.
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*Pflichtangaben
Mundbalsam WALA Gel zur Anwendung in der Mundhöhle
Anwendungsgebiete gemäß der anthroposophischen Menschen- und Naturerkenntnis. Dazu gehören: Harmonisierung der Auf- und Abbauvorgänge bei akuten und chronisch-wiederkehrenden schmerzhaft geröteten Schleimhäuten im Mundbereich.
Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.