WALA Arzneimittel
Heilpflanzengarten

Zeit der Erfüllung: der Sommer

Im Sommer werden in mehrfacher Hinsicht „die Früchte geerntet“: Jetzt stehen einige der größten Ernten an. Das gemeinsame Arbeiten steht auch deshalb im Vordergrund. Unsere Gärtner:innen erfahren nun, ob ihre Arbeit des Vorjahres von Erfolg gekrönt ist. Gleichzeitig wird schon für das Folgejahr geplant.

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Vorhang auf für den Sommer

Was den Sommer für unsere Gärtner:innen so erfüllend macht? Warum gerade jetzt der richtige Zeitpunkt für einen Rück- und Ausblick ist? Sven Hahn, Gärtner im WALA Heilpflanzengarten, und Bernhard Ehrmann, Leiter des WALA Heilpflanzengartens, teilen ihre ganz persönlichen Sichtweisen mit Ihnen.

„Im Sommer genießen wir die Vielfalt, die der Garten jetzt hervorbringt.“

Bernhard Ehrmann, Leiter WALA Heilpflanzengarten

Welche Gartenarbeiten stehen im Sommer an?

Gänseblümchenernte

Wer hat nicht schon mal aus ihnen einen Kranz gebunden oder voller Aufregung ein erstes selbstgepflücktes Sträußchen überreicht oder selbst bekommen? Auch für unsere Heilpflanzengärtner:innen ist die Gänseblümchenernte ein beliebter Höhepunkt im Juni.

Die Heilpflanze wird im Vorjahr ausgesät, überwintert im Beet und zeigt sich im Frühjahr robust mit behaarten Blättern. Geerntet wird bodennah mit dem Messer, meist in kleinen Büscheln. Der richtige Erntezeitpunkt ist entscheidend: Nur in voller Blüte entfaltet das Gänseblümchen (Bellis perennis) seine volle Wirkkraft.

In der Volksmedizin ist die Heilpflanze unter anderem als Magen-, Galle- und Lebermittel bekannt. Es wirkt jedoch nicht nur bei Leberbeschwerden, sondern vor allem auch bei Hauterkrankungen.

Johanniskrauternte

Finden Sie nicht auch, dass das Johanniskraut (Hypericum perforatum) eine wahre Sommerpflanze ist? Für uns liegt das an den leuchtendgelben Blüten und am Erntezeitpunkt: Wenn die Sommersonnenwende gekommen ist, ist die Heilpflanze in ihrer vollen Blüte und ihr Wirkstoffgehalt am höchsten.

Eine Besonderheit der Pflanze: Wenn Sie die goldgelben Blüten zwischen den Fingern zerreiben, verfärben sie sich blutrot, in der charakteristischen Farbe des Johanniskrautöls.

Beetpflege

Wenn Sie einen eigenen Garten haben, wissen Sie bestimmt, dass neben der Pflege der Pflanzen die Bodenpflege sogar noch wichtiger ist. So auch bei uns: Regelmäßiges Jäten der Beete sorgt dafür, dass unsere Heilpflanzen genug Licht, Luft und Nährstoffe erhalten.

Mit der Pendelhacke entfernen unsere Gärtner:innen schonend das Beikraut. Gräser, Moose und Springkraut lassen sich so leicht wegpendeln. Disteln mit tiefen Pfahlwurzeln werden per Hand herausgezogen. Sobald das Pflanzenmaterial trocken ist, ziehen unsere Gärtner:innen das Material mit dem Rechen ab.

Distel- und Lebensbaumernte

Sommerzeit ist Erntezeit: Deshalb stellen wir Ihnen zwei weitere Heilpflanzen vor, die im Sommer geerntet werden.

Wir starten mit der Mariendistel (Silybum marianum), deren Köpfe wir ernten. Hier ist das eigentlich Besondere die Saatgutgewinnung: Rund 90 % unserer Heilpflanzensamen stammen aus eigenem Anbau. Die getrockneten Disteln werden in Kisten mit Fleece gelagert, damit das feine Saatgut nicht verweht.

Beim Lebensbaum (Thuja occidentalis) schneiden unsere Gärtner:innen nur die grünen, nicht verholzten Triebe. Bei älteren Pflanzen sind sie kürzer, bei jüngeren länger. Vor dem Schnitt wird die Hecke mit einem Besen abgefegt, um Insekten schonend zu entfernen. Geerntet wird sowohl auf der Leiter als auch „von unten“.

Der Auszug aus den Trieben des Lebensbaums ergänzt mit seiner regenerativen Kraft eine Reihe von WALA Arzneimitteln: das Wund- und Brandgel WALA* bei Insektenstichen, Schürfwunden, Sonnenbrand und Verbrennungen sowie das Narben Gel WALA* zur Narbenbehandlung.

Wiesen mähen

Neben den Ernten und der Beetpflege ist das Mähen der Wiesen eine weitere wichtige Arbeit für unsere Heilpflanzengärtner:innen. Wiesenflächen gibt es nicht nur in unserem Heilpflanzengarten, sondern auch an anderen Standorten der WALA, wie vor unserem Laborgebäude.

Rückschnitt Beinwell

Beinwell (Symphytum officinale) ist eine Heilpflanze, die Bienen und Hummeln lieben. Vielleicht wird er auch deshalb „Bienenkraut“ genannt? In jedem Fall ist er eine Pflanze mit einem starken Wachstum. Und damit sind wir schon bei der letzten Vorstellung unserer Reihe „Gartenarbeiten im Sommer“ angekommen: dem Beinwell-Rückschnitt.

Ein früher Rückschnitt zu Beginn des Sommers schafft Platz für nachfolgende Kulturen, die sonst kein Licht bekommen würden. Nach dem Schnitt treibt die Pflanze schnell wieder aus – oft sogar mit einer zweiten Blüte.

Auszüge der blühenden Beinwellpflanze sind im Wund- und Brandgel WALA* enthalten, das bei Verbrennungen, Sonnenbrand und Insektenstichen hilft.

Diese Heilpflanzen werden im Sommer geerntet

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*Pflichtangaben

Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.

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